Grünkohlernte – Je später, desto besser

Winterzeit ist Kohl-Zeit. Allerlei Kohlsorten kommen dann in der Küche zum Einsatz und halten uns in der dunklen Jahreszeit gesund. Auch der Grünkohl wird immer beliebter – und das zurecht! Wer sich selbst am Anbau versuchen will, muss jedoch besonders bei der Ernte ein paar Dinge beachten.

Wissenswertes zum Grünkohl

Der Grünkohl ist ein schnellwachsendes Gemüse und gilt gerade in den USA inzwischen als Superfood. Auch hierzulande wird die Kohlsorte immer beliebter, obwohl sie eigentlich schon lange zu den heimischen klassischen Wintergemüsesorten zählt, aber etwas in Vergessenheit geraten war. Der Grünkohl enthält sehr viel Vitamin C und ist sehr ballaststoffreich. Außerdem versorgt er Dich mit Vitamin A und B, Folsäure, Betacarotin, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Fluorid.

Das ist bei der Ernte zu beachten

Der Grünkohl braucht kräftige Fröste, um sein volles Aroma zu entwickeln. Denn zuvor bildet der Grünkohl Bitterstoffe, um für Fressfeinde weniger schmackhaft zu sein. Erst wenn es friert oder längere Zeit kalt ist, stellt er diese Aktivität ein, bildet aber weiterhin durch die Photosynthese Traubenzucker, der in den Blättern gespeichert wird. Dadurch erhält die Pflanze ihren typischen herb-süßen Geschmack. Warte deshalb mit der Ernte bis nach der ersten Nacht mit Bodenfrost. Manche frühen Sorten können jedoch bereits ab September geerntet werden. Regulär beginnt die Erntezeit allerdings erst im Oktober und kann bis Februar dauern.

Die Blätter solltest Du am besten mit einem scharfen Messer einzeln am Blattansatz abschneiden. Entferne dann den Strunk samt Wurzeln aus der Erde. Übrigens: Wenn der nächtliche Frost nicht einsetzten will, hilft das Gefrierfach leider nicht weiter. Denn die Stoffwechselvorgänge funktionieren nur bei lebendem Grünkohl und nicht, wenn er schon geerntet wurde.

Aufbewahrung nach der Ernte

Der frische Grünkohl hält sich ungewaschen drei bis fünf Tage im Gemüsefach des Kühlschranks, blanchiert oder roh lässt sich der Grünkohl jedoch auch sehr gut einfrieren. Das Einfrieren hat dabei keinen Einfluss auf den Geschmack, ganz im Gegenteil – hier bleiben die gesunden Nährstoffe erhalten. Acht bis zehn Monate hält sich der Kohl im Tiefkühlfach.

Und wie wird der Grünkohl am besten zubereitet? Du kannst ihn sowohl roh, als auch gekocht, gegart oder gebraten genießen. Entferne dazu zuvor die harten Stiele und wasche die Blätter gründlich. Dann steht Deiner leckeren und gesunden Mahlzeit nichts mehr im Wege.